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Newsletter Nr. 22 – Kirchenrepublik Österreich

Nr. 22, 16. September 2019, ohnebekenntn.is

Van der Bellen hält Klasnic-Kommission die Stange

Oft war ich noch nicht in der Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg, aber doch ein paar Mal. Und ich glaube es war sogar beim Termin der Konfessionsfreien mit dem damaligen Vorsitzenden Heinz Oberhummer, dem ich in dieser Funktion jetzt wieder nachgefolgt bin, dass uns Waltraud Klasnic auf dem Weg zum Büro Heinz Fischers entgegengekommen ist. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht mehr. Dass die sogenannte „Opferschutz“-Beauftragte Klasnic mit Rückendeckung des Bundespräsidenten arbeitete, war aber schon damals bekannt. Wesentliches hat sich auch mit Alexander Van der Bellen daran nicht geändert.
RA Roman Schiessler, der die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt und eine Reihe von Gewaltopfern rechtsfreundlich vertritt, setzte Ende August den Bundespräsidenten mit einem Schreiben in Kenntnis davon, dass die Klasnic-Kommission

1) den Kontakt zur rechtsanwaltlichen Vertretung bewusst umgeht,
2) behauptet, Zahlungen an die Betroffenen würden in ihrer Höhe der Rechtssprechung entsprechen (was nicht stimmt) und
3) die Auszahlung gelegentlich bis zum Ableben der Betroffenen verschleppt wird.

Außerdem seien die Verjährungsfristen den Delikten bis jetzt nicht angepasst worden.

UHBP Van der Bellen bequemte sich zu folgender Antwort:

„In der vorliegenden Angelegenheit ist dem Herrn Bundespräsidenten eine unmittelbare Veranlassung nicht möglich. Sicher werden Sie sich mit Ihrem Anliegen bereits an die zuständigen kirchlichen Einrichtungen oder an Kardinal Christoph Schönborn gewandt haben, der die Klasnic-Kommission mit dem Einschreiten beauftragt hat.“

Dass der Bundespräsident dem Anwalt der Opfer empfiehlt, er möge sich gleich mit dem Chef jener Organsation kurzschließen, die die Täter hervorgebracht hat, ist ein steiler Ansatz. Oder auch einfach eine elende Respektlosigkeit und Verhöhnung der Betroffenen.

Die Schreiben von Roman Schiessler und Alexander Van der Bellen liegen mir im Volltext vor.


Foto: @RegSprecher_AT, 10. September

Dass die Betroffenen von Seiten des Bundeskanzlerinnenamts Unterstützung erhalten, ist ebenfalls auszuschließen. Bundeskanzlerin Bierlein ist selbst Mitglied der Klasnic-Kommission und findet eher Zeit, Fototermine mit Christoph Schönborn und anderen Religionsvertretern (siehe Männerquote auf dem Bild) zu absolvieren.

SWR1 Leute

Der SWR1 Baden-Württemberg unterhält mit „Leute“ ein tägliches Interview-Format. Personen aus allen möglichen Lebensbereichen werden eingeladen, um über ihre Leben und ihre Tätigkeit zu erzählen.
Vor vier Wochen, am 20. August, war ich Gast in der Sendung bei Nicole Köster.

Auf der Website von SWR1 Leute und YouTube kann das Interview nachgehört und -gesehen werden.

Termine „Ohne Bekenntnis“

16. September 2019, 19.00
BO der SP Alsergrund
1090 Wien, Alserbachstr. 23

Den Veranstaltungstext habe ich mir gleich von der Website der BSA Alsergrund ausgeborgt:

Zur Beziehung von Kirche und Staat
Politische Betrachtungen. Mit Buchautor Niko Alm.

Religion ist Privatsache. Gleichzeitig gestaltet der Staat in vielen Aspekten die Ausübung von Religion in unserem Land: in dem er Freiheiten garantiert, aber dort Grenzen setzen muss, wo es um die Freiheiten der anderen geht. Insbesondere die katholische Kirche – Stichwort Konkordat – hat noch einmal eine ganz besondere Rolle und Privilegien. Religion ist aber auch ein politisches Thema geworden, vor allem wenn es um Immigration geht. Genug Aspekte, sodass aus sozialdemokratischer Sicht eine klare Haltung nötig ist. Wir haben den Buchautor Niko Alm für unsere Diskussion eingeladen.

Die Sozialdemokratie hat mit den Freidenkern eine  lange weltanschauliche Verbindung zu einer klar säkularen Ausrichtung, und Freidenker sind auch an diesem Abend mit dabei.

I, Pastafari – Premiere

Die Dokumentation I, Pastafari wird am 5. Oktober 2019 beim Nashville Film Festival das erste Mal gezeigt. Danach folgen Film Festivals in Cleveland, Bend, St. Louis und Napa Valley.

Hier könnt ihr den Trailer sehen.

Damit die Dokumenation in der bestmöglichen Qualität erscheinen kann, braucht es auch noch finanzielle Unterstützung vor allem für zugekaufte Footage, Rechte etc.:
Wer mag, bitte: I, Pastafari via PayPal oder via Pastafaris Austria unterstützen.

 

Amenlos
Alm