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Newsletter Nr. 9 – Erstpräsentation „Ohne Bekenntnis – Wie mit Religion Politik gemacht wird“

Nr. 9, 26. Februar 2019, ohnebekenntnis.de

Guten Tag,

dieser Newsletter beginnt gleich einmal mit einer

Einladung zur Erstpräsentation
von „Ohne Bekenntnis – Wie mit Religion Politik gemacht wird“
am Mittwoch, 27. Februar 2019 ab 19.00
im Thalia W3 (Wien Mitte)

Ich werde mein Buch im Gespräch mit Barbara Tóth (Falter) vorstellen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hier geht’s zum Facebook-Event.

Derzeit weitere geplante Termine (auch auf ohnebekenntn.is zu finden) sind:
06.03.  St. Pölten
16.04.  Wien
23.04.  Wien

Hamed Abdel-Samad

Der deutsche Islamkritiker war letzte Woche in Salzburg, um beim Österreichischen Integrationsfonds vor Publikum mit Kollege Fleischhacker das komplexe Verhältnis von Islam und Integration zu analysieren.
Über zwei Stunden dauerte das Gespräch, das nicht nur konkrete Probleme mit Zuwanderung aus muslimisch geprägten Ländern in Europa beleuchtete, sondern auch in einem größeren Zusammenhang die Rolle des Staates in dieser Frage thematisierte. Abdel-Samad plädierte mehrfach auf klare staatliche Grenzen, die jede Form der Sonderbehandlung von Religion verunmöglichen. Keine Befriedigung der Anspruchspolitik, keine Förderungen qua Religion, keine Ausnahmen aus allgemeingültigen Gesetzen. Kurzum: Laizität

Tags zuvor war Hamed Abdel-Samad auch zu Gast im „Talk im Hangar-7“. Ich empfehle ausdrücklich dieses letztwöchige Bühnenstück, diesen Aushandlungsprozess zwischen der Duldung von Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit unter philosophischer Beteiligung von Michael Schmidt-Salomon, bei ServusTV nachzuschauenFerah Ulucay, Generalsekretärin des Islamischen Zentralrat Schweiz, machte reichlich von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch, indem sie beispielsweise der Zulässigkeit von Formen der weiblichen Beschneidung das Wort redete und ihre Sichtweise der Hierarchie von Frau und Mann präsentierte. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass eine Vertreterin des offiziellen Islam mit ihrer Meinung in dieser Form in die Öffentlichkeit geht und damit Vorurteile widerlegt, wonach nur ultrakonservative Ränder des Islam derartige Haltungen vertreten. Es dürfte sich eher um zentrale Ansichten handeln.

Laibach in Simmering und Pjöngjang

Es ist schon fast wieder eine Woche her, dass Laibach in Wien zu Gast war. Das Flair der Wiener EKZ-Konzerthalle „Simm-City“ erinnerte mich daran, dass Laibach einfach überall spielen kann und es wird nie falsch sein, weil Laibach alles zu einem Laibach-Ort macht. Und wer schon einmal im Theater der nordkoreanischen Staatssicherheit gespielt hat, kann auch 1110 Wien assimilieren. Und ich bin mir sehr sicher, dass ich der einzige Mensch bin, der diesen Vergleich anstellen kann, weil er in Pjöngjang und Simmering dabei war.

Über meinen Aufenthalt in Nordkorea 2015 mit Laibach habe ich ja auch einmal etwas für den Standard geschrieben:
https://derstandard.at/2000021536967/Back-in-the-DVRK-Laibach-erschliesst-Nordkorea

Amenlos
Alm