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OTS: ORF-Wahl letzter Rest groß-koalitionärer Allmachts-Phantasien

Strolz / Alm: „Wünschen Alexander Wrabetz für seine Arbeit verschlossene Ohren für Einflüsterer aus der Politik und offenen Blick für Herausforderungen in der Medienlandschaft“ Mit der heutigen Entscheidung des ORF Stiftungsrates steht mit Alexander Wrabetz der künftige Generaldirektor nach wochenlangem parteipolitischem Tauziehen fest. An der Art des Bestellvorganges hat NEOS bereits im Vorfeld heftige Kritik […]

Strolz / Alm: „Wünschen Alexander Wrabetz für seine Arbeit verschlossene Ohren für Einflüsterer aus der Politik und offenen Blick für Herausforderungen in der Medienlandschaft“
Mit der heutigen Entscheidung des ORF Stiftungsrates steht mit Alexander Wrabetz der künftige Generaldirektor nach wochenlangem parteipolitischem Tauziehen fest. An der Art des Bestellvorganges hat NEOS bereits im Vorfeld heftige Kritik geübt, entscheiden doch in erster Linie die Freundeskreise von SPÖ und ÖVP über die Führung des größten heimischen Medienunternehmens. Dass die beiden aussichtsreichsten Bewerber der NEOS-Forderung gefolgt sind und ihre Konzepte zuvor öffentlich präsentiert haben, sei „lobenswert, ändere aber nichts an der schlussendlich von politischen Überlegungen geprägten Wahl“, so NEOS-Vorsitzender und Klubobmann Matthias Strolz.

Strolz: „Bezeichnend, dass kein unabhängiger Kandidat zu finden war“

„Die Bestellung des ORF-Generaldirektors ist ein letzter Rest groß-koalitionärer Allmachts-Phantasien. Eine Entpolitisierung des ORF ist dringend notwendig. Es ist bezeichnend, dass sich kein wirklich unabhängiger Medienmanager aus dem In- oder Ausland für den Posten des ORF-Generaldirektors beworben hat. Dabei steht das Unternehmen durch die aktuelle Entwicklungen, wie etwa der Digitalisierung und den neuen Medien, vor gewaltigen Herausforderungen“, so Strolz.

Alm: „Nötige Reformen nicht mit Griff in Gebührenkasse bezahlen“

„Der ORF lebt strukturell immer noch in der Zeit, als er ein staatlicher Rundfunkmonopolist war und verzerrt den österreichischen Medienmarkt“, kritisiert NEOS-Mediensprecher Niko Alm. Der ORF gehöre daher grundlegend reformiert. „Der ORF ist als Medienhaus heute nicht mehr Infrastruktur, sondern in erster Linie Anbieter von Inhalten, die dem öffentlich-rechtlichen Auftrag entsprechen.” Eine Finanzierung über Gebühren zur Erhaltung dieses Zustands sei nicht mehr zeitgemäß. „Wir sprechen uns daher klar gegen die für 2017 geplante Erhöhung der GIS-Gebühr aus“, so Alm. Vielmehr sollten die Rundfunkgebühren-Gebühren komplett gestrichen werden. Der ORF soll -nach einer Neuausrichtung als ‚Public Value Medienhaus‘ – über eine neue Medienförderung, die als Public-Value-Inhalte-Förderung funktioniert aus dem Bundesbudget finanziert werden.

Die Wünsche von NEOS an den neuen Generaldirektor bringt Strolz abschließend auf den Punkt: „Ich gratuliere Alexander Wrabetz zur Bestellung zum ORF-Generaldirektor und wünsche ihm für seine Arbeit verschlossene Ohren für die Einflüsterer aus der Politik und einen offenen Blick für die Herausforderungen in der Medienlandschaft.“

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